Arten der Farbsehschwächewww.vischeck.comFarbsichtigkeit beim Menschen / Farbblindheit beim Menschen Die totale Farbblindheit kann auch zu den angeborenen Störungen gehören (griech:Achromatopsie - Unfarbigkeit) aber sie ist auch oft auf verschiedene unterschiedliche Schädigungen zurückführbar: an der Netzhaut, an den optischen Bahnen, an der Hirnrinde etc. Totale Farbenblindheit läuft auch zumeist mit anderen Erscheinungen einher wie Lichtscheu, Zwang zum Blinzeln, vermindertes Sehvermögen und äußert sich durch völliges Unvermögen, "bunte" Farben zu erkennen. Unterschieden werden also nur Helligkeitswerte in einer für den Ärmsten schwarz-grau-weißen Welt. Die partielle Farbenblindheit (hier sprechen wir von der angeborenen) tritt, vereinfacht dargestellt, in folgenden Formen auf: 1. "Rotblindheit" (PROTANOPIE) - Rot wird nicht wahrgenommen. Dadurch treten Verwechselungen auf: Rot mit Gelb, Braun mit Grün bzw. jede Farbe miteinander. Weiterhin Violett mit Blau und Dunkelrot mit Schwarz. 2. "Grünblindheit" (DEUTERANOPIE) - Grün wird nicht wahrgenommen. Der "Deuterane" hat mit Ausnahme der Dunkelrot-mit-Schwarz-Verwechslung die gleichen Probleme wie der "Protane". 3. "Blaublindheit" (TRITANOPIE) - Blau wird nicht wahrgenommen. Der "Tritane" verwechselt Rot mit Orange, Blau mit Grün, Grüngelb mit Grau sowie auch Violett und Hellgelb mit Weiß. Sowohl die totale Farbenblindheit als auch die Tritanopie ist selten anzutreffen. Es ist keineswegs sicher, daß ein Betroffener bemerkt, in welchem Maße eine Farbenfehlsichtigkeit beeinträchtigend wird. Der Betroffene ist ja in eine normale Welt hineingeboren worden, in der man Blut rot nennt, in der die Blätter des Baumes alle Jahre wieder grün sind. In vielen Fällen ersetzt demnach Angelerntes tatsächlich Empfundenes. Deshalb ist in den vorerwähnten Fällen stets eine fachärztliche Untersuchung angeraten, die mit Hilfe eines ANOMALOSKOPS, einem Spektralfarben - Mischgerät, den Grad und die Art einer möglichen Farbenfehlsichtigkeit zuverlässsig erkennt. Für Vorprüfungen haben sich sogenannte "Pseudoisochromatische Tafeln" (von Stilling, Hertel, Ishihara u.a.) bewährt, die auf der Kenntnis der Verwechslungsfarben der einzelnen Fehlsichtigkeitstypen beruhen. Ihr Prinzip ist, Zahlen und Großbuchstaben gewissermaßen als Farbpunkte-Vexierbild in verwechslungstypische Farbpunktumfelder zu plazieren und den Prüfling nach seinen " Entdeckungen" zu befragen |

