Keratokonus und Contactlinse
Ein Fall für den Spezialisten
Der Keratokonus ist eine krankhafte meist fortschreitende kegelförmige Vorwölbung, die durch eine Verdünnung der Hornhaut (Cornea) entsteht.
Häufig kommt es dabei zu einer unregelmäßigen Hornhautoberfläche (irregulärer Astigmatismus), die je nach Schweregrad zu einem Sehschärfeverlust führen kann.
Info-PDF zum Thema Keratokonus
Bei starker Ausprägung des Keratokonus ist eine Korrektur mit Brillengläsern nicht möglich. Dann ist das wichtigste Hilfsmittel die spezielle, formstabile
Keratokonus-Contactlinse. Die Unregelmäßigkeit der Hornhaut wird durch die Tränenflüssigkeit zwischen der Hornhaut und der Speziallinse ausgeglichen. Eine gute,
verbesserte Sehschärfe kann mit diesen Speziallinsen in den meisten Fällen erreicht werden.
Bei fortgeschrittenem Keratokonus kann es zu Trübungen oder Vernarbungen der Hornhaut kommen. Dann kann ein operativer Eingriff, eine
Keratoplastik
(Transplantat) Abhilfe schaffen. Um eine gute Sehschärfe (Visus) von 0,8-1,2 zu erreichen ist häufig erneut eine Anpassung mit individuellen formstabilen Contactlinsen notwendig.
Die Anpassung von Keratokonus- /Keratoplastik-Contactlinsen
Seit über 25 Jahren versorgt das Contactlinsen-Institut VALTINAT & BRACH, in Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken in Lübeck
(hier wird regelmäßig eine Contactlinsensprechstunden abgehalten) und Kiel,
sowie den niedergelassenen Augenärzten Patienten mit krankhaften Veränderungen am Auge.
Uniklinik Lübeck - Augenklinik
/ Uniklinik Kiel - Augenklinik
Bild: Innovative Sclerals
Die Formen und die Oberflächengeometrie beim Keratokonus sind sehr vielfältig. Jede Keratokonusversorgung ist anders.
Unabdingbar für den Erfolg ist neben einer großen Erfahrung, einer technisch guten Ausstattung, auch ein großer Fundus von Anpasslinsen.
Mit Hilfe dieser Anpasslinsen wird die geeignete Contactlinse ermittelt und bei Herstellern, die sich auf Spezialgeometrien konzentriert
haben, auf computergesteuerten Drehmaschinen angefertigt.
Bild: G. Pöltner
Verschiedenste Contactlinsengeometrien von Herstellern aus ganz Europa werden für eine optimale, das Auge gesund erhaltende Versorgung eingesetzt.
Das können extrem kleine Corneallinsen oder große Sclerallinsen sein, die nach Augenabdruck gefertigt wurden.
Mit der Anpassung allein bei Keratokonus ist es jedoch nicht getan!
Eine gute Keratokonusversorgung braucht eine langfristige, fachliche Begleitung durch den jeweiligen Anpasser.
Regelmäßige Nachkontrollen und Topographieerstellungen sowie eine gute Kommunikation mit dem behandelnden Augenarzt sind hier zwingend notwendig.
Wir stehen Ihnen hier gern zur Seite.